Jugendcoaching

Persönlichkeitstraining


Selbstbestimmt - Nicht allein

Selbstbestimmt - Nicht allein

  • An wen richtet sich das Jugendcoaching?

    Jugendcoaching richtet sich an Jugendliche ab ca. 12 Jahren sowie an junge Erwachsene über 20, teilweise sogar über 25 Jahre, da sich Ablöseprozesse vom Elternhaus und der Einstieg in die soziale und finanzielle Unabhängigkeit heute häufig bis Ende 20 vollziehen. Auch Familienmitglieder oder andere wichtige Bezugspersonen können in die Gespräche einbezogen werden.


    Mithilfe des Coachings sind jungen Menschen, die nach Orientierung suchen, unter Druck stehen oder mit Konflikten oder andern belastenden Themen kämpfen, selbstbestimm, doch nicht allein. Die frühzeitige psychische Stabilisierung und die erfolgreiche Bewältigung der Herausforderungen beugt Störungen vor und kann zu intensivem persönlichen Wachstum und Stabilität beitragen, sodass psychische Störungen gar nicht erst entstehen.

  • Um welche Themen geht es beim Jugendcoaching?

    Im Jugendcoaching können grundsätzlich alle Themen bearbeitet werden, die bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen Unsicherheit, Stress oder Überforderung auslösen.


    Typische Themen im Jugendcoaching sind u. a.:

    • Ablösung vom Elternhaus und Entwicklung von eigener Selbstständigkeit
    • Identitätsfindung und persönliche Orientierung
    • Liebe, Beziehungen, sexuelle Themen oder sexuelle Orientierung
    • Leistungsdruck, Schul- oder Ausbildungsstress
    • Entscheidungsdruck rund um Zukunft, Beruf und Lebensweg
    • Stressbewältigung und Resilienz
    • Umgang mit emotionalen oder psychischen Belastungen
    • Konfliktbewältigung im familiären, schulischen oder sozialen Umfeld
  • Was ist das Ziel eines Jugendcoachings?

    Zunächst bietet das Coaching einen sicheren Raum, um Stärken zu erkennen, Selbstvertrauen aufzubauen, Klarheit zu gewinnen, Herausforderungen zu meistern, und gesunde Strategien für die eigene Entwicklung und eine starke Persönlichkeit zu finden. 


    Coaching unterstützt u. a. dabei,

    • Ziele klar zu definieren,
    • Entscheidungen sicher zu treffen,
    • emotionale und psychische Belastungen besser zu bewältigen,
    • soziale Konflikte zu verstehen und konstruktiv zu lösen.

    Langfristig stärkt Jugendcoaching das Selbstbewusstsein, Resilienz und persönliche Kompetenzen. Junge Menschen lernen, Entscheidungen sicherer zu treffen, Grenzen zu setzen und Herausforderungen eigenständig zu bewältigen – Fähigkeiten, die weit über die Coachingzeit hinaus wirken.

  • Warum ist das Alter von 12 bis 25 so wesentlich für eine gesunde psychische Entwicklung?

    In dieser Zeit wirken massive hormonelle, neuronale und psychosoziale Veränderungen gleichzeitig. Es ist zudem eine Schlüsselphase, in der sich Weichen für Persönlichkeit, Bildungserfolg und berufliche Entwicklung stellen. Viele Entscheidungen und Erfahrungen dieser Phase wirken ein Leben lang nach.


    Die Gefahr eine psychischen Störung zu entwickeln ist in dieser Phase so hoch wie nie. 

  • Was ist der Unterschied zwischen Pubertät und Adoleszenz

    Die Pubertät ist nur ein Teil der Adoleszenz


    Pubertät – Körperliche Reifung – ca. 9-16 Jahre

    Biologischen und hormonellen Veränderungen, die den Körper des Kindes zum geschlechtsreifen Erwachsenen entwickeln.

    Merkmale:

    *Beginn der Hormonproduktion (Östrogene/Testosteron)

    *Wachstumsschübe

    *Entwicklung der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale

    *Veränderungen der Körperbehaarung und Stimme

    *Beginn der Menstruation bzw. der Spermienproduktion


    Adoleszenz – Psychosoziale Reifung – ca. 12-25 Jahre (häufig noch darüber hinaus)

    Wesentlich breiterer Zeitraum der psychischen, emotionalen und sozialen Reifung bis ins frühe Erwachsenenalter.

    Typische Merkmale:

    *Entwicklung der Persönlichkeit

    *Bildung eines stabilen Selbstbildes

    *Aufbau sozialer und romantischer Beziehungen

    *Zunahme von beruflicher und privater Selbstständigkeit

    *Ausbildung von moralischem Urteilsvermögen

    *Gehirnreifung (insbesondere Entscheidungsfähigkeit, Impulskontrolle)

  • Warum ist die Zeit der Adoleszenz oftmals so schwierig?

    Das gleichzeitige Einwirken massiver hormoneller, neuronaler und psychosozialer Veränderungen kann zur Belastungsprobe werden!


    =>Hormonumstellung führen zu

    *körperlichem Unbehagen und Schmerzen durch sprunghafte Wachstumsschübe

    *psychischem Unbehangen durch ein sich ständig änderndes Erscheinungsbild (Haarwuchs, neue Verteilung von Fettpolstern, mal größer mal kleiner als Altersgenossen)

    *schubweise Energie- und Kraftverlust, weil der Körper auf Hochtouren arbeitet

    =>Umfassende neuronale Umstrukturierung im Gehirn führen zu

    *erhöhter Risikobereitschaft und kaum kontrollierbaren Stimmungsschwankungen, weil das Belohnungssystem schneller ausreift als das Kontrollsystem. Während die Fähigkeit besser zu planen, Entscheidungen abzuwägen und Probleme zu lösen wächst, reagiert das Gehirn gleichzeitig noch sehr sensibel auf Gefühle, Belohnungen und neue Erfahrungen.

    =>Psychosoziale Entwicklung

    *Ablöseprozesse vom Elternhaus erschweren den Zugang zu wichtigen Bezugspersonen

    *Überangebote von Berufs-, Bildungs- und Lebenszielen erfordern weitereichende Entscheidungen

    *Verlockende neue Freiheiten erfordern ein neues Maß an Verantwortung

    *Die Entwicklung der Identität, der Aufbau eines sozialen Netzwerks, Liebe und Trennung und die veränderte finanzielle Situation stellen weiter Herausforderungen des Erwachsenwerdens dar

  • Warum habe ich mit über 20 noch Stimmungsschwankungen?

    Stimmungsschwankungen bis weit über das 20. Lebensjahr hinaus sind ein typisches Merkmal der Adoleszenz, also der verlängerten Jugendphase. Neben großen Veränderungen, gesellschaftlichem Druck und wichtigen Lebensentscheidungen begünstigt vor allem die unterschiedliche Entwicklung einzelner Gehirnareale dieses Phänomen.


    Während der limbische Bereich des Gehirns, der für Emotionen, Motivation und Belohnung zuständig ist, bereits im Teenageralter vollständig entwickelt ist, reift der präfrontale Cortex – verantwortlich für Planung, Impulskontrolle, rationales Abwägen und vorausschauendes Denken – erst gegen Mitte zwanzig vollständig aus.


    Mögliche Folgen:

    • Erhöhte Risikobereitschaft
    • geringe Impulskontrolle, impulsiveres Verhalten
    • Emotionalere Entscheidungsfindung
    • Intensivere emotionale Reaktionen, schneller wechselnde Stimmungen 
    • Stärkere Orientierung an kurzfristigen Belohnungen, langfristige Konsequenzen werden weniger stark berücksichtigt

    Durch dieses Ungleichgewicht kann es vermehrt zu spontanen Entscheidungen, starken Stimmungsschwankungen oder risikoreichem Verhalten kommen – ein natürlicher Teil der Entwicklung.


    Auch statistisch zeigt sich der Einfluss dieser Entwicklungsphase auf das Risikoverhalten, etwa durch eine erhöhte Unfallrate im Straßenverkehr bei jungen Erwachsenen.